helfen CBD cremen bei hautproblemen?

  Die Haut ist unser grösstes Organ. Sie bietet uns nicht nur Schutz vor Kälte und Hitze, sondern schützt uns auch vor Keimen und vielem mehr. Wie alle anderen Organe, kann auch unsere Haut erkranken. Fast jeder hatte in seinem Leben schon mal mit der einen oder anderen Hauterkrankung zu kämpfen. Akne, Neurodermitis, Ekzeme, Juckreiz, Schuppenflechten oder ausgetrocknete Haut; sie alle können unser Leben beeinträchtigen. Entsprechend gross ist der Markt für kosmetische Produkte.

 

In den letzten Jahren wurden auch immer öfter CBD Produkte als Allerheilmittel gegen Hautkrankheiten gepriesen. Da die Hautzellen, wie auch viele Immunzellen über verschiedene Cannabinoid Rezeptoren verfügen, liegt die Vermutung nahe, dass CBD auch bei verschiedenen Hautproblemen Linderung verschaffen kann.

 

Doch nützten CBD Cremen tatsächlich bei Neurodermitis, Akne, Schuppenflechten und Co.? Wir haben uns auf die Suche nach Antworten in Form von fundierten wissenschaftlichen Arbeiten gemacht und die Ergebnisse für Sie zusammengefasst. 


1. CBD und AKNE

Akne ist eine weit verbreitete Hautkrankheit. Während die meisten von uns überwiegend in der Pubertät mit den entzündlichen Mitessern, Papeln und Pusteln zu kämpfen haben, gibt es einige, die auch im Erwachsenenalter noch mit der Akne kämpfen. Dabei hört man immer öfter von erfolgreicher Therapie des Hauptproblems durch transdermal appliziertem CBD (äusserliche Anwendung). Doch nützen solche, oft teuren Produkte, wirklich gegen Akne?


Es scheint so:

 

Zur Anwendung von CBD bei Akne gibt es verschiedene vielversprechende wissenschaftliche Studien. Die meisten davon stützen sich auf die entzündungs- und wachstumshemmenden Eigenschaften von CBD welche die Bildung von Akne bekämpfen und eindämmen.

 

So, suggeriert z.B. die Studie von Attila Olàh et al (2014) welche unter anderem von der Europäischen Union unterstützt wurde, dass CBD die Bildung von Akne hemmen kann und ein effektives Mittel zu dessen Behandlung darstellt. Die Experten kommen zu der Schlussfolgerung, dass «CBD speziell mit seinen entzündungs- und wachstumshemmenden Eigenschaften grosses Potenzial zur therapeutischen Behandlung von Acne Vulgaris» habe.

 

www.jci.org/articles/view/64628

 

 

Aber auch jüngere Studien z.B. von Palmerini et al. (2019) kommen zum Schluss, dass "auf die Haut aufgetragene CBD Cremen eine sichere und effektive Massnahme sind um die Lebensqualität von Patienten mit Hautproblemen zu verbessern."

 

www.clinicaterapeutica.it/2019/170/2/05

 

 

Einige Studien gehen sogar noch weiter und suggerieren, dass "Cannabinoide eine entzündungs-, Juckreiz- und Krebs-hemmende Wirkung" auf die Haut zeigen. Sie schreiben den Cannabinoiden sogar eine "anti-ageing" Wirkung zu und stützen diese auf verschiedenste Wirk-mechanismen welche mit den "neu gefundenen Endocannabinoid-System der Haut" in Zusammenhang stehen.

 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31599175/ 

 

 

Die Botanix Pharmaceuticals Ltd in den Vereinigten Staaten hat sogar ein Patent für eine Tabelle zur richtigen Dosierung von CBD zur Behandlung von Akne angemeldet. Darin empfehlen Sie die entsprechende CBD Cremen 1-5 mal täglich in einer dünnen Schicht auf die Haut aufzutragen.

 

 

https://patents.google.com/patent/US20190224137A1/en 



FAZIT (cbd UND AKNE):

 

CBD wird in einer Vielzahl von wissenschaftlichen Studien als vielversprechende Therapie zur Behandlung von Akne und anderen entzündlichen und nicht entzündlichen Hautunreinheiten beschrieben. Gemäss einigen Studien hat CBD sogar das Potenzial die Haut vor frühzeitiger Alterung, übermässiger Faltenbildung und Krebs zu schützen.


2. CBD bei Neurodermitis, Pruritus und anderen Formen von Ekzemen

Neurodermitis, oder besser atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis ist eine weit verbreitete Krankheit. Sie tritt besonders häufig bei Kindern auf (5-20%), ist aber auch bei 2-10% aller Erwachsenen ein Problem. Und die Krankheit tritt immer häufiger auf. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich das Auftreten der Krankheit laut Wikipedia verfünffacht. Auch Juckreiz oder Pruritus ist ein immer häufiger auftretendes Phänomen. Besonders im Alter treten oft Hautveränderungen auf, welche trockene Haut und Juckreiz verursachen.

 

Diese Hauterkrankungen sind nicht nur unangenehm, sondern können gravierende Folgen für die Betroffenen haben. So beeinträchtigt der Juckreiz oft die Schlafqualität, was wiederum zu beeinträchtigter Leistungsfähigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten führen kann. Auch können die sichtbaren Rötungen Verunsicherung, Scham und Angst auslösen und zu sozialem Rückzug oder sogar zu Depressionen führen.

 

 

Dementsprechend werden auch zur Behandlung von Neurodermitis und Co. verschiedenste Wunderheilmittel im Internet angepriesen. Auch CBD Cremen und Öle zählen zu diesen. Doch kann CBD tatsächlich auch hier helfen?


Es scheint so:

 

Auch zur äusserlichen Anwendung von CBD bei verschiedenen Formen von Neurodermitis gibt es eine Vielzahl fundierter wissenschaftlicher Studien, welche auf die aussergewöhnliche Wirkung von CBD hindeuten:

 

 

So zeigt zum Beispiel die Studie der Technischen Universität München, dass äusserlich aufgetragene Cannabinoide bei Neurodermitis nicht nur Symptome (wie Juckreiz, Brennen etc.) lindern, sondern bei vielen Patientinnen sogar so wirksam war, dass das verordnete Kortison teilweise oder gänzlich abgesetzt werden konnte.

 

www.krankenkassenzentrale.de/wiki/cbd-hauterkrankungen

 

 

Eine ältere Studie von 2006 suggeriert, dass bei Patientinnen und Patienten mit brennendem Jucken der Haut die Symptome mit CBD um 86.4% gelindert werden konnten. Die Therapie mit äusserlich aufgetragenem CBD wurde von allen Teilnehmern der Studie gut und gänzlich ohne Nebenwirkungen aufgenommen. Die Autoren kommen zum Schluss, dass "auf die Haut aufgetragene Cannabinoid-Agonisten eine effektive und gut verträgliche Therapie für Ekzeme und Juckreiz verschiedenster Ursachen ist."

 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16874533/

 

 

Diese Resultate stützt auch eine aktuelle Meta-studie vom März dieses Jahres, welche CBD als vielversprechende alternative Therapie für jegliche Formen von Ekzemen, Psoriasis und Dermatitis aller Arten in Betracht zieht. Sie zeigen auf, dass Versuche an Menschen verlässlich, in den verschiedenen untersuchten Studien eine "signifikante Reduktion von Juckreiz und anderen Symptomen von Hautproblemen bewirkt".

 

 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31987788/ 



FAZIT (CBD BEI EKZEMEN):

 

 Äusserlich angewendetes CBD wird in den meisten wissenschaftlichen Studien zum Thema als vielversprechende Alternative zur Linderung und teils sogar Heilung von atopischen Ekzemen und Juckreiz beschrieben. Einige Studienteilnehmende konnten dank CBD sogar verordnetes Kortison teilweise oder gänzlich absetzen. 


3. CBD bei schuppenflechten (Psoriaris)

Schuppenflechten ist ebenfalls eine häufig auftretende, oft chronische, aber gutartige Hauterkrankung. Nichtsdestotrotz ist Psoriasis mehr als nur unangenehm und kann in schweren Fällen den ganzen Körper mit seinen erhöhten, rot umrandeten, silbernen Schuppen überziehen. Auch bei Schuppenflechten liegt eine äusserliche Anwendung von CBD in Cremen-Form nahe. Es gibt unzählige Erfahrungsberichte von begeisterten Anwendern, aber wie das so ist mit Erfahrungsberichten, sie sind keine Wissenschaft. Was sagen also Studien zum Thema CBD und Schuppenflechten?


Grund zur Hoffnung:

  

Fundierte wissenschaftliche Arbeiten zur Anwendung von CBD gegen Psoriasis gibt es deutlich weniger als zu Akne und Neurodermitis. Aber auch hier gibt es verschiedene wissenschaftliche Arbeiten, welche Grund zur Hoffnung geben:

 

So stützt sich z.B. ein vielzitierter Artikel aus der renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschrift Elsevier insbesondere auf die antioxidative und entzündungshemmende Wirkung von CBD. Darin wird die spezifische Wirkung von CBD auf die Haut herausgestrichen. Der Artikel kommt zum Schluss, dass „Cannabis eine potenziell wichtige Rolle in der Behandlung von Schuppenflechten zukommt“.

 

www.sciencedirect.com/7682-03/

 

 

Und auch der aktuelle Artikel aus der Medizinischen Universität in Bialystok aus dem Frühjahr 2020 kommt zum Schluss, dass CBD grosses Potenzial zur Behandlung und Linderung von Schuppenflechten zukomme. Sie rechnen CBD ebenfalls dank seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften eine wichtige Rolle in der Behandlung bei.

 

www.mdpi.com/1422-0067/

 

 

Auch dieser Artikel aus dem Journal of Drugs in Dermatology kommt zum selben Schluss und geht in der Schlussfolgerung sogar noch einen Schritt weiter: „Die Resultate dieser Studie sind konsistent mit den Resultaten früherer Studien und suggerieren, dass transdermal angewandtes CBD ein effektives und gut verträgliches Mittel gegen Psoriasis Vulgaris ist und die Lebensqualität von Patienten verbessert.“

 

 

https://europepmc.org/article/med/25607705



FAZIT (CBD BEI SCHUPPENFLECHTEN): 

 

Auch bei Schuppenflechten scheint CBD durchaus Potenzial für die Behandlung zuzukommen. Allerdings sind wissenschaftliche Resultate in Bezug auf Psoriasis noch spärlich und klinische Studien sind noch so gut wie keine durchgeführt. Weitere wissenschaftliche und insbesondere grössere klinische Studien dürften hier also von Interesse sein.

 



Haben Sie auch schon Erfahrungen mit CBD Cremen gemacht? Schreiben Sie uns einen Kommentar mit Ihren Erfahrungen! Ihre Geschichte nimmt uns wunder!

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